31 Juli 2026

Bilderreise - Teil 5: Ballett der unausgeschlüpften Küken

Bilderreise - Teil 5: Ballett der unausgeschlüpften Küken

Im Rahmen der Veranstaltung "Ein Sommergarten voller Kunst" haben wir eine Bilderreise entlang einiger Titel von Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" gemacht. Als Mussorgsky diese Werke komponierte, ließ er sich von den Bildern seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren. Aus Gemälden wurden Klänge. Beim "Sommergarten voller Kunst" haben wir den umgekehrten Weg eingeschlagen.

Wir haben ausgewählte Werke von Sandra Gleitsmann den musikalischen Bildern Mussorgskys gegenüber gestellt und dazu eingeladen, selbst Verbindungen zu entdecken – manchmal offensichtlich, manchmal überraschend, manchmal vielleicht ganz persönlich.

Das Bild: Blüte in Fragmenten

Sandra Gleitsmann: Blüte in Fragmenten

Auf den ersten Blick sehen wir eine Blume.

Ein Motiv, das in der Kunst seit Jahrhunderten für Schönheit, Wachstum und Lebenskraft steht.

Doch diese Blüte entfaltet sich nicht in weichen natürlichen Formen. Sie setzt sich aus unzähligen Facetten zusammen, aus Fragmenten, die sich zu einem Ganzen fügen und zugleich ihre Eigenständigkeit bewahren.

Gerade darin liegt für mich die besondere Spannung dieses Bildes.

Die Blume erscheint lebendig und kraftvoll, und doch wirkt sie, als wäre sie in ihre Einzelteile zerlegt worden. Das Vertraute bleibt erkennbar, aber es hat seine Selbstverständlichkeit verloren.

Vielleicht erzählt das Bild damit auch etwas über unsere Zeit.

Wir erleben die Welt selten als geschlossenes Ganzes. Informationen, Bilder, Erinnerungen und Erfahrungen erreichen uns in vielen einzelnen Fragmenten. Oft versuchen wir erst im Nachhinein, daraus einen Zusammenhang zu formen.

Und doch entsteht aus diesen Bruchstücken etwas Neues.

So wie aus den vielen polygonalen Flächen eine Blüte entsteht, entsteht auch aus den einzelnen Erfahrungen unseres Lebens etwas, das wir Identität nennen.

Das Bild bewegt sich zwischen Gegensätzen: zwischen Natürlichkeit und Konstruktion, zwischen Gefühl und Analyse, zwischen organischem Wachstum und geometrischer Ordnung.

Es entscheidet sich nicht für eine Seite.

Vielleicht liegt gerade darin seine Schönheit.

Denn das Leben selbst ist selten vollkommen und selten widerspruchsfrei.

Es besteht aus Fragmenten, die sich immer wieder neu zusammensetzen.

Und manchmal erkennen wir erst mit etwas Abstand, dass gerade diese Fragmente das Ganze ausmachen.
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Mussorgsky: Ballett der unausgeschlüpften Küken

Viktor Hartmann: Ballett der unausgeschlüpften Küken
Nach den stillen Erinnerungen des alten Schlosses führt uns Mussorgsky nun in eine ganz andere Welt.

Sein „Ballett der unausgeschlüpften Küken“ entstand nach einem Bühnenentwurf für das Ballett „Trilby“ für Kinder in Kükenkostümen.

Die Musik ist leicht, verspielt und voller Bewegung.

Doch hinter ihrer Heiterkeit verbirgt sich ein Gedanke, der gut zu diesem Bild passt.

Die Küken sind noch nicht geschlüpft.

Sie befinden sich in einem Zustand des Werdens.

Ihre endgültige Gestalt ist noch nicht sichtbar.

Auch die Blüte vor uns erscheint nicht als vollkommene, abgeschlossene Form.

Sie setzt sich aus vielen einzelnen Teilen zusammen.

Und dennoch entsteht daraus etwas Lebendiges.

So erzählen Bild und Musik auf unterschiedliche Weise von Entwicklung und Entfaltung.

Von der Kraft des Lebens, die bereits spürbar ist, bevor sie ihre endgültige Form gefunden hat.

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Der Klang: Ballett der unausgeschlüpften Küken


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24 Juli 2026

Bilderreise - Teil 4: Das Alte Schloss

Bilderreise Teil 4: Das Alte Schloss

Im Rahmen der Veranstaltung "Ein Sommergarten voller Kunst" haben wir eine Bilderreise entlang einiger Titel von Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" gemacht. Als Mussorgsky diese Werke komponierte, ließ er sich von den Bildern seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren. Aus Gemälden wurden Klänge. Beim "Sommergarten voller Kunst" haben wir den umgekehrten Weg eingeschlagen.

Wir haben ausgewählte Werke von Sandra Gleitsmann den musikalischen Bildern Mussorgskys gegenüber gestellt und dazu eingeladen, selbst Verbindungen zu entdecken – manchmal offensichtlich, manchmal überraschend, manchmal vielleicht ganz persönlich.

Das Bild: Zarte Erinnerung

Sandra Gleitsmann: Zarte Erinnerung

Manche Bilder erzählen eine Geschichte. Andere wecken Erinnerungen, von denen wir vielleicht gar nicht wussten, dass wir sie noch in uns tragen.

„Zarte Erinnerung“ gehört für mich zu diesen Bildern.

Das Mädchen richtet seinen Blick nicht auf die Welt um sich herum. Es scheint vielmehr einem Gedanken nachzuhängen, der sich unserem Blick entzieht. Gerade dadurch entsteht eine besondere Nähe. Wir beobachten keine Handlung, kein Ereignis und keinen dramatischen Moment. Wir begegnen einer Stimmung.

Vielleicht kennen wir solche Augenblicke aus unserem eigenen Leben. Momente, in denen die Gegenwart für einen Augenblick stillzustehen scheint und etwas Vergangenes in uns auftaucht. Nicht als klare Erinnerung mit scharfen Konturen, sondern eher wie ein leiser Nachhall.

Erinnerungen verhalten sich selten wie Fotografien. Mit der Zeit verblassen Einzelheiten, während die Gefühle oft erstaunlich lebendig bleiben. Man erinnert sich nicht mehr an jedes Wort, nicht mehr an jeden Ort, aber an die Wärme eines Sommers, an einen Blick, an einen Augenblick des Glücks oder der Traurigkeit.

Vielleicht berührt uns dieses Bild gerade deshalb so unmittelbar. Es versucht nicht, etwas zu erklären. Es drängt sich nicht auf. Es lässt Raum für das, was jeder Betrachter selbst mitbringt.

Die Ruhe des Bildes erzählt von Unschuld, seine Sanftheit von Vergänglichkeit. Doch darin liegt nichts Bedrohliches. Im Gegenteil: Vielleicht werden manche Dinge gerade deshalb kostbar, weil sie nicht bleiben.

So wird „Zarte Erinnerung“ zu einem stillen Gedicht aus Licht und Schatten – und zu einer Einladung, den eigenen Erinnerungen für einen Moment zu begegnen.

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Mussorgsky: Das Alte Schloss

Viktor Hartmann: Das Alte Schloss
Auch Mussorgskys nächstes Werk führt uns in eine Welt der Erinnerung.

„Das Alte Schloss“ gehört zu den ruhigsten und poetischsten Stücken der gesamten Suite.

Die Musik entstand nach einer Zeichnung eines alten Schlosses.

Vor diesem Schloss steht ein Sänger, dessen Lied wie eine Stimme aus längst vergangener Zeit klingt.

Es geht dabei weniger um ein Gebäude als um eine Stimmung.

Um das Gefühl, dass Vergangenes plötzlich wieder gegenwärtig wird.

Darin begegnen sich Bild und Musik.

Beide laden uns ein, für einen Moment still zu werden.

Beide erzählen von der Schönheit dessen, was nicht festgehalten werden kann.

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Der Klang: DasAlte Schloss


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17 Juli 2026

Bilderreise - Teil 3: Samuel Goldenberg und Schmuÿle

Ein Sommergarten voller Kunst 2026

Im Rahmen der Veranstaltung "Ein Sommergarten voller Kunst" haben wir eine Bilderreise entlang einiger Titel von Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" gemacht.
Als Mussorgsky diese Werke komponierte, ließ er sich von den Bildern seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren. Aus Gemälden wurden Klänge. Beim "Sommergarten voller Kunst" haben wir den umgekehrten Weg eingeschlagen. 

Wir haben ausgewählte Werke von Sandra Gleitsmann den musikalischen Bildern Mussorgskys gegenüber gestellt und dazu eingeladen, selbst Verbindungen zu entdecken – manchmal offensichtlich, manchmal überraschend, manchmal vielleicht ganz persönlich.

Das Bild: Innenwelten (Duett)

Sandra Gleitsmann: Innenwelten (Duett)

„Innenwelten“ zeigt zwei Menschen in großer körperlicher Nähe.

Und doch erzählt das Bild nicht von Harmonie allein.

Die beiden Figuren berühren sich, aber sie verschmelzen nicht. Jede bleibt erkennbar als eigenes Wesen mit einer eigenen Geschichte, einer eigenen Verletzlichkeit und einer eigenen inneren Welt.

Gerade darin liegt die besondere Spannung des Bildes.

Oft sprechen wir von Nähe, als wäre sie das Gegenteil von Distanz. Doch jede Beziehung bewegt sich zwischen diesen beiden Polen. Wir können einem Menschen sehr nahe sein und dennoch niemals vollständig wissen, was in ihm vorgeht.

Die Künstlerin macht diesen Gedanken sichtbar.

Die Körper werden zu Leinwänden innerer Landschaften. Farben, Formen und organische Strukturen scheinen Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen anzudeuten, die sich nicht in Worte übersetzen lassen.

Gleichzeitig begegnen sich die beiden Figuren auf Augenhöhe.

Sie wirken verletzlich und stark zugleich.

Vielleicht erinnert uns das Bild daran, dass wahre Nähe nicht bedeutet, den anderen vollständig zu verstehen.

Sondern anzuerkennen, dass in jedem Menschen ein Bereich bleibt, der nur ihm selbst gehört.

So erzählt „Innenwelten“ nicht von Verschmelzung, sondern von Begegnung.

Von zwei eigenständigen Welten, die sich für einen Moment berühren.

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Mussorgsky: Samuel Goldenberg und Schmuÿle

Viktor Hartmann: Samuel Goldenberg und Schmuÿle

Auch im nächsten Werk begegnen wir zwei Stimmen.

In Mussorgskys Musik treten Samuel Goldenberg und Schmuÿle einander gegenüber.

Die beiden Figuren könnten unterschiedlicher kaum sein.

Die eine Stimme wirkt ruhig, kraftvoll und bestimmt.

Die andere erscheint lebhafter, fragender und unruhiger.

Doch die Musik lebt nicht vom Gegensatz allein.

Sie lebt vom Dialog.

Erst im Zusammenspiel entsteht das ganze Bild.

Darin liegt eine schöne Verbindung zu „Innenwelten“.

Auch hier geht es um zwei Individuen, die einander begegnen.

Um Nähe und Unterschied.

Um die Spannung zwischen Eigenständigkeit und Verbundenheit.

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Der Klang: Samuel Goldenberg und Schmuÿle


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10 Juli 2026

Bilderreise - Teil 2: Gnomus

Ein Sommergarten voller Kunst 2026

Im Rahmen der Veranstaltung "Ein Sommergarten voller Kunst" haben wir eine Bilderreise entlang einiger Titel von Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" gemacht.
Als Mussorgsky diese Werke komponierte, ließ er sich von den Bildern seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren. Aus Gemälden wurden Klänge. Beim "Sommergarten voller Kunst" haben wir den umgekehrten Weg eingeschlagen. 

Wir haben ausgewählte Werke von Sandra Gleitsmann den musikalischen Bildern Mussorgskys gegenüber gestellt und dazu eingeladen, selbst Verbindungen zu entdecken – manchmal offensichtlich, manchmal überraschend, manchmal vielleicht ganz persönlich.

Das Bild: Das Maskenspiel

Sandra Gleitsmann: Das Maskenspiel

„Das Maskenspiel“ handelt auf den ersten Blick von einer Maske.

Doch je länger man das Bild betrachtet, desto deutlicher wird, dass die eigentliche Frage nicht lautet, wer sich hinter der Maske verbirgt, sondern warum wir überhaupt Masken tragen.

Die Maske wirkt zugleich schützend und verstörend. Sie verdeckt das Gesicht, lenkt unseren Blick aber paradoxerweise erst recht auf das, was verborgen bleibt.

Damit berührt das Bild eine sehr menschliche Erfahrung.

Schon früh lernen wir, unterschiedliche Rollen einzunehmen. Wir verhalten uns anders als Kind, als Freund, als Partner, als Berufstätige. Manche dieser Rollen geben uns Sicherheit. Andere engen uns ein. Wieder andere übernehmen wir so selbstverständlich, dass wir sie kaum noch bemerken.

Das Bild macht diesen Widerspruch sichtbar.

Die Figur erscheint verletzlich und zugleich selbstbewusst. Die feinen Stoffe, die Federn und die beinahe theatralische Inszenierung verleihen ihr etwas Festliches. Doch die groben Nähte auf der Maske erzählen eine andere Geschichte.

Sie wirken wie Spuren von Brüchen, Erfahrungen und Verletzungen.

Vielleicht liegt darin die eigentliche Spannung des Werkes:

Dass Identität nicht etwas Fertiges ist, das sich einfach enthüllen lässt.

Sondern etwas, das entsteht, sich verändert und manchmal auch mühsam zusammengesetzt werden muss.

So wird die Maske nicht nur zum Symbol des Verbergens.

Sie wird zugleich zum Symbol der Suche nach dem eigenen Ich.

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Die Musik: Gnomus

Viktor Hartmann: Gnomus
Auch Mussorgskys „Gnomus“ begegnet uns nicht mit Klarheit.

Die Figur des Gnoms wirkt rätselhaft, sprunghaft und schwer zu greifen.

Mal erscheint sie verspielt.

Dann wieder unruhig oder sogar verstörend.

Ähnlich wie die Maske in diesem Bild zeigt auch die Musik nicht alles auf den ersten Blick.

Sie lässt uns bewusst im Ungewissen.

Beide Werke spielen mit dem Verborgenen.

Mit dem, was wir zu erkennen glauben, und dem, was sich unserem Blick entzieht.

Vielleicht liegt gerade darin ihre Verbindung:

Dass sie uns daran erinnern, wie vielschichtig Identität sein kann.

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Der Klang: Bilder einer Ausstellung


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03 Juli 2026

Bilderreise - Teil 1: Promenade

Ein Sommergarten voller Kunst 2026

Im Rahmen der Veranstaltung "Ein Sommergarten voller Kunst" haben wir eine Bilderreise entlang einiger Titel von Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" gemacht. 
Als Mussorgsky diese Werke komponierte, ließ er sich von den Bildern seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren. Aus Gemälden wurden Klänge. Beim "Sommergarten voller Kunst" haben wir den umgekehrten Weg eingeschlagen. 

Wir haben ausgewählte Werke von Sandra Gleitsmann den musikalischen Bildern Mussorgskys gegenüber gestellt und dazu eingeladen, selbst Verbindungen zu entdecken – manchmal offensichtlich, manchmal überraschend, manchmal vielleicht ganz persönlich.

Das Bild: Treppenschritte

Sandra Gleitsmann: Treppenschritte
„Treppenschritte“ erzählt von einem Weg.
Bemerkenswert ist dabei, dass das Bild unsere Aufmerksamkeit nicht auf ein Ziel lenkt. Es interessiert sich nicht für den Ort, an dem die Bewegung endet, sondern für die Bewegung selbst.

Die mehrfach dargestellte Figur erinnert an die frühen Chronofotografien von Étienne-Jules Marey oder Eadweard Muybridge, bei denen einzelne Phasen einer Bewegung gleichzeitig sichtbar werden. Die Treppe ist dabei weniger das eigentliche Motiv als vielmehr das Gerüst, an dem sich diese Bewegung entfaltet.

Dadurch entsteht eine interessante Verschiebung unserer Wahrnehmung. Normalerweise erleben wir Zeit als Abfolge von Augenblicken. Hier scheinen mehrere Momente zugleich präsent zu sein. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich.

Das Bild thematisiert damit nicht nur Bewegung, sondern auch Identität.
Wer ist die dargestellte Person?
Die Figur am Anfang der Treppe?
Die in der Mitte?
Oder die am Ende?

Vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Frage des Bildes: Ob wir überhaupt jemals dieselben bleiben.
Jeder Schritt verändert unsere Perspektive. Jede Erfahrung hinterlässt Spuren. Und doch erleben wir uns selbst als eine zusammenhängende Person.
Der Abstieg kann als innerer Rückzug gelesen werden. Ebenso aber als nüchterne Beobachtung von Rhythmus, Wiederholung und Veränderung.

Gerade diese Offenheit macht den Reiz des Werkes aus.
Es gibt keine eindeutige Antwort.

Stattdessen lädt uns das Bild dazu ein, über Zeit, Bewegung und Identität nachzudenken.
Wer waren wir einen Schritt zuvor?
Und wer werden wir nach dem nächsten sein?
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Die Musik: Promenade

Viktor Hartmann: Promenade
Für die Verbindung zur „Promenade“ ist das ein schöner Ausgangspunkt.

Auch Mussorgskys Musik erzählt von Bewegung.

Sie beschreibt keinen bestimmten Ort, sondern einen Menschen auf dem Weg.

Als Mussorgsky seine „Bilder einer Ausstellung“ komponierte, stellte er jedem neuen Eindruck eine Promenade voran, die beschreibt, wie er zwischen den Bildern umherwandert.

Von Bild zu Bild verändert sich der Blick des Betrachters.

Und mit jedem Schritt entsteht eine neue Perspektive.

So beginnt auch unsere Bilderreise mit einem Menschen in Bewegung.

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Der Klang: Bilder einer Ausstellung


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