03 April 2026

Optimismus durch den Karfreitag

Endpunkt eines Niedergangs. Vom gefeierten Star über Verfolgung, Verrat und Verurteilung bis zum Tode. Wir gedenken am heutigen Karfreitag dem Meilenstein in der Geschichte von Jesus Christus, an dem sein menschliches Leben zu Ende ging. Grund für Trauer also, in der christlichen Tradition entsprechend als Gedenktag mit gedeckter Stimmung begangen.

Aber ist das denn überhaupt passend? Nach diesem Tiefpunkt des Verlaufes kann es ja nur noch aufwärts gehen. Was die Bibel ja auch ausführlich berichtet. Und dieses Aufwärtsgehen ist ein positiver Ausblick auf die Zukunft, also ein Grund für Optimismus.

Optimismus durch den Karfreitag

Damit ergibt sich, dass Karfreitag weniger ein Trauertag ist, als ein Feiertag des Optimismus. Wenn man vermeintlich die Talsohle erreicht hat, dann ist Vorfreude auf einen Trend angesagt, der nur nach oben zeigen kann. Und damit ist der Karfreitag dann auch das Gegenteil der Depression, die viele Prominente mit Sorgen vor dem Abstieg befallen. „Hurra!“, möchte man rufen, „es geht nun wieder bergauf. Und ich bin dabei!“

Egal, ob wir uns die angeschlagene wirtschaftliche Entwicklung anschauen, ob wir die steil ansteigenden Lebenshaltungskosten betrachten, voller Entsetzen zum Iran und nach Amerika blicken: Je schlimmer es wird, desto größer ist die Chance, dass es mit einer Aufbruchstimmung wieder besser wird. Die Trümmerfrauen als Basis für das deutsche Wirtschaftswachstum sind nur ein Beispiel dafür, dass ein Wiederaufbau aus kaum fassbar desolater Lage nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich ist.

Ob aus unserer derzeitigen Lage eine Erfolgsgeschichte wie nach dem letzten Weltkrieg wird oder ob wir die über Jahrtausende treibende religiöse Kraft des Christentums in modernem Gewand wiederholen können ist nicht absehbar. Aber dass wir genau jetzt die Chance dazu haben, das steht außer Zweifel.

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